NGO Leitfaden? Alt und vergriffen.
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Über den Leitfaden

Einmal alles mit online, bitte: Die Organisation entwickeln, Spenden sammeln, mit Unterstützern kommunizieren, Menschen mobilisieren. Ist das nicht ein bisschen viel des Digitalen? Viele soziale Organisationen in Deutschland scheuen sich, das Potential des Internets zu nutzen. Sie monieren, dass es dort nur unverbindlich und fast schon chaotisch zu geht.

Da ist was dran. Im Internet flitzen die Informationen nur so um die Welt und jeder erreicht jeden zu jeder Zeit. Die meisten Menschen finden das gut. Für Digital Natives, also ab den 80er-Jahren Geborene und Engagierte der Zukunft, ist das Internet schon gar nicht mehr der Rede wert. Und auch sonst gilt: Wer seine Informationen und Botschaften nicht digital vermittelt, fällt zurück. Das liegt vor allem daran, dass die Menschen es so praktisch finden, mal eben etwas mit dem Smartphone zu erledigen.

Es ist also zunächst einmal ein Service am Unterstützer, wenn man ihm die Möglichkeit bietet, online zu spenden oder online Fragen zu stellen. Aber wie das erste Kapitel dieses Leitfadens zeigt, bietet das Internet auch aus der organisationsinternen Sicht viele Möglichkeiten, die eigene Arbeit effizienter zu gestalten. Mitarbeiter können in Netzwerkorganisationen orts- und zeitunabhängig arbeiten (Ich sitze gerade in einem Café am Ostseestrand). Über Projektmanagement-Plattformen lassen sich die Fäden der Arbeit zusammenhalten und Informationen sind immer synchron.

Doch viele Organisationen hecheln der rasanten digitalen Entwicklung hinterher. Das ist verständlich: Während der einzelne Mensch das Internet einfach so nutzt, wie es ihm gerade am besten passt – hier ein Facebook-Kommentar, da ein Check des Kinoprogramms in der Nähe – fragen sich Kommunikationsabteilungen: Wie sollen wir mit dieser schnellen Kommunikation umgehen? Halt, stopp, wir müssen uns doch erst abstimmen! Oh, zu spät …

Deshalb möchte der Leitfaden Internet für NGOs ein wenig zur Entspannung beitragen. Entspannung, weil wir Wissenslücken schließen und Fragezeichen beseitigen möchten, damit du das Internet selbstbewusster nutzen kannst. Folgende Gründe haben uns dazu bewegt, eine dritte Auflage des damals noch Social Media für NGOs genannten Leitfadens zu schreiben: Zunächst waren die ersten beiden Ausgaben stets schnell vergriffen und die PDF-Version wurde in wenigen Wochen über 1.000 Mal heruntergeladen. Hinzu kommt, dass das Internet mittlerweile zwar für viele Menschen eine alte Kamelle ist, aber trotzdem ist es noch lange nicht fertig, siehe die oben erwähnte rasante digitale Entwicklung. Wir hoffen also, mit diesem Leitfaden einen Bedarf zu bedienen.

Wir, das ist das betterplace lab, die Forschungsabteilung von Deutschlands größter Spendenplattform
betterplace.org und die NGO-Berater von Wigwam, Co-Veranstalter der Kampagnenkonferenz re:campaign (mehr zu uns auf S. 96). Um Autoren, Layouter, Illustratoren, den Korrektor, den Vertrieb und uns bezahlen zu können, hat SAP diesen Leitfaden finanziell gefördert – danke dafür! Damit wir aber alle Kosten decken zu können, freuen wir uns über jeden Obolus. Denn statt den Leitfaden zu verkaufen, schicken wir ihn einfach jeder Interessentin frei Haus zu und verweisen mit einem Richtwert von 7,50 Euro auf eine Spendenaktion bei betterplace.org. Diese Freiwilligkeit finden wir total entspannt.

Die oben erwähnte Interessentin deutet auf eine weitere Kleinigkeit hin: Wir erwähnen in diesem Leitfaden mal das eine, mal das andere Geschlecht, um dem Lesefluss keine unnötigen Brecher in den Weg zu legen. Falls das Geschlechterverhältnis in diesem Leitfaden nicht exakt 50/50 ist, bitte glaub uns: Wir finden Frauen und Männer gleich gut. Und dich finden wir so gut, dass wir dich duzen. Unsere Annahme: In der NGO-Welt gibt es nicht so viele Schlipse, auf die wir jemand mit dem „Du“ treten können.

Eine weitere Formalität: Wir reden hier immer von Non Governmental Organisations, von NGOs, vor allem, weil diese drei Buchstaben im sozialen Sektor von den meisten Menschen verstanden werden. Wir meinen damit aber auch Stiftungen, Regierungs-Organisationen, CSR-Abteilungen, und auch Social Businesse – alle dürfen gerne einen Erkenntnisgewinn aus „Internet für NGOs“ ziehen. Eins zeigt dieser Leitfaden auch: Es ist nicht immer alles online. Manches wirkt auf 115 Gramm Circle Matt White Papier mit Umweltengel einfach besser. Und ist vielleicht sogar praktischer zu transportieren und rezipieren.

Viel Spaß beim Lesen!

 

Kathleen (im lab) und Dennis (am Ostseestrand) betterplace lab

Maike und Daniel aus dem Wigwam (anständig im Büro)

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Wer sind die Leitfaden-Macher?

betterplace lab

ist die Forschungsabteilung der Spendenplattform betterplace.org und untersucht, wie digitale Innovationen den sozialen Sektor verändern.

www.betterplace-lab.org
www.trendradar.org

Wigwam Kommunikationsberatung

begleitet Kunden beim Aufbruch in eine gerechtere und ökologische Gesellschaft. Wigwam erzählt Ihre Geschichten, organisiert Begegnungen und gestaltet Kampagnen.

www.wigwam.im