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Mobiles Spenden: Kleine Geräte, großes Potenzial

Organisationen, die bereits online erfolgreich Spenden sammeln, können ihre Spendenaktionen auch auf mobilen Geräten wie Smartphones, Handys und Tablets zugänglich machen. Was ist dabei zu beachten? Welche Möglichkeiten gibt es?

Responsive Design: Mitdenkende Webseiten

Zwei Dinge sind bei mobilen Spendenlösungen besonders wichtig: Lesbarkeit und Benutzerfreundlichkeit. Die Webseite sowie das Spendenformular sollten sich auf kleinere Displays anpassen und über große Buttons verfügen, sodass der Nutzer ohne langes Zoomen und Scrollen direkt erkennt, worum es geht – und gerne spendet. Eine Webseite auf Basis eines Responsive-Design-Frameworks (wie Twitter Bootstrap oder Zurb Foundation) denkt mit und passt sich der jeweiligen Bildschirmgröße des Gerätes automatisch an. Eine zusätzliche mobile Version der Webseite ist so nicht nötig.

SMS-Spenden – auch für kleine NGOs geeignet?

Für Spenden via SMS ist kein internetfähiges Smartphone nötig und es gibt einen weiteren Vorteil: Textnachrichten werden von nahezu allen Altersgruppen bzw. einer großen Zielgruppe genutzt. Der Spendenbetrag wird über die Handyrechnung abgebucht. Dabei geht eine kleine Gebühr an den jeweiligen Mobilfunkanbieter. Einrichten lässt sich eine SMS-Spendenaktion etwa über Anbieter wie fundraisingbox.com. Die Erfahrungen mit kleineren SMS-Spendenaktionen sind jedoch zumindest bei betterplace.org ernüchternd: Trotz hohen Aktivierungsaufwandes trauen viele Menschen der SMS-Spende nicht, gerade weil sie über die Mobilfunkrechnung läuft und versteckte Kosten vermutet werden. Bei Mobilisierung über große Plakataktionen großer NGOs scheint die SMS-Spende aber gewinnbringend zu sein.

QR-Codes: Direkt ins Internet

QR-Codes setzen im Gegensatz zu SMS-Spenden ein internetfähiges Smart­phone mit eingebauter Kamera voraus, bieten dafür aber mehr Anwendungsmöglichkeiten. Das Scannen eines QR-Codes über eine spezielle App leitet den Spender auf einen frei wählbaren Link, kann zum Versenden einer SMS an eine bestimmte Nummer verwendet werden oder löst einen
Anruf aus. Auf qr-code-generator.de lassen sich QR-Codes einfach und kostenlos generieren. Und auf spenden-code.de lassen sich QR-Codes als bereits ausgefüllte, digitale Überweisungsformulare einrichten und verhindern so z. B. Tippfehler.

NFC-Tags: Spenden auf kurzer Strecke

Near Field Communication, kurz NFC, überträgt Daten mit speziellen Chips zwischen NFC-fähigen Geräten. Die blitzschnelle Übertragung über kurze Strecken (maximal 10 cm) macht diese neue Art des Datentransfers besonders sicher. Daher sind NFC-Tags bisher hauptsächlich im Bereich des Mobile Payments anzutreffen. Dabei bietet die NFC-Technologie viel Potenzial für mobile Spenden. Eine Berührung mit einem NFC-fähigen Smartphone, zwei weitere Klicks und schon wird die gewünschte Spendensumme von der Handyrechnung an die Organisation übertragen. Im Gegensatz zu SMS- oder QR-Spenden benötigt die NFC-Spendenlösung weder vorinstallierte Apps noch mühsames Tippen auf dem Smartphone. Ein weiterer Vorteil: Fundraiser können in Echtzeit die Eingänge von Spenden nachvollziehen und alle relevanten Daten auswerten (z. B. Spendenhöhe, Zeit, Ort).

Das Start-up Twingle plant und betreut NFC-Kampagnen speziell für NGOs im deutschsprachigen Raum.

Weiterlesen: Die NGO als Sensor, Mentor, Moderator.

Eva Mularonek forschte an der Copenhagen Business School zum Einsatz von Öko-Plastik aus Holz bei Spielfiguren und gewann parallel dazu einen Wettbewerb für mobile Apps. Seit 2013 arbeitet Eva beim NFC-StartUp twingle als Projektmanagerin.